Trainingslabor Visual Process Mapping 2.0

Gemeinsam zeichnerisch Prozesse darstellen, analysieren und optimieren,
Köln, 7.–8. November 2017

Arbeitsschritte, Dienstleistungen, Kundenprozesse: Wenn es um die Entwicklung, Untersuchung und Verbesserung von Abläufen geht, kann das Denken mit dem Stift eine Schlüsselrolle spielen. Wer beim Visual Process Mapping gemeinsam im Team zeichnet, erhält schneller ein gemeinsames Verständnis und kann kreativere Lösungen finden.

Im Mai 2016 fand das erste Trainingslabor zu diesem Thema statt. Seither ist viel passiert. Wir haben visuelles Vokabular, Darstellungstechniken und Methoden weiter entwickelt und möchten sie jetzt erneut auf den Prüfstand stellen – und laden dazu alle ein, die sich professionell mit Prozessen beschäftigen und überzeugt sind, dass Visualisierung hier einen Unterschied machen kann!

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Worum es geht

Arbeitsabläufe werden heutzutage am Besten in interdisziplinären Teams von Beteiligten und Betroffenen entwickelt und verbessert. Dies stellt Prozessbegleiter vor die Herausforderung, einerseits eine (visuelle) Sprache zu finden, die alle schnell lernen können, um sich über Prozesse zu verständigen, andererseits einen Workshop-Modus anzubieten, der gleichermaßen präzise und effizient als auch freudvoll, spielerisch und kreativ ist.

Wir glauben, dass das Visualisieren hier eine Schlüsselkompetenz sein kann. Das Denken mit dem Stift soll dabei helfen, gemeinsam über Strategien, Schritte, Rollen, Werkzeuge, Rahmen und Regeln nachzudenken und eine partizipative, lösungsorientierte Kreativität zu entfalten.

Die zweite Auflage dieses Trainingslabors baut auf die Ergebnisse des ersten auf und reflektiert unsere Lernerfahrungen in der Zwischenzeit.

Folgende Fragen werden wir uns uns stellen:

  • Wo sind wir gerade? Die Unterscheidung unterschiedlicher Prozess-„Flughöhen“ wie Meta, Makro, Meso- und Mikro-Ebene ist entscheidend für ein gemeinsames Prozessverständnis und macht Komplexität handhabbar. Diese Ebenen werden wir für exemplarische Prozessvorhaben relativ zueinander definieren und mit wesentlichen Fragestellungen versehen (siehe unten).
  • Welche Ebene bekommt welches Gesicht? Wir stellen Darstellungsformen, Templates, Layouts und Methoden für unterschiedliche Flughöhen vor und testen sie an Hand mitgebrachter Fallbeispiele.
  • Wer macht was? Eine Schlüsselfrage bei der partizipativen Arbeit an Prozessen ist die Rolle des Moderators/Prozessbegleiters: an welcher Stelle ist er Facilitator und Visualisierer in Personalunion, wo bildet er am besten ein Arbeits-Tandem mit einem Visualisier und wann kann er die Gruppe zu selbstgesteuerter Visualisierungsarbeit anleiten?

Was Sie erwartet

Wir werden gemeinsam unseren narrativ-bildhaften Zugang zur Prozessdarstellung weiterentwickeln – mit einer vereinfachten Visualisierungstechnik, neuen Templates und Vorgehensmodellen. Den unterschiedlichen Flughöhen in der Prozessbetrachtung widmen wir uns in verschiedenen Versuchsanordnungen:

Meta-Ebene: Die Satellitenperspektive

Die Kernfragen der Meta-Ebene sind beispielsweise: Was ist Ziel und Intention unseres Vorgehens? Wie beeinflussen Markt, globale Trends und innere Organisationsdynamiken den Prozess? Was sind unsere Grundannahmen und Denkmodelle? Auf welche gemeinsame Vision können wir uns einigen? Wie lässt sich unsere Strategie beschreiben? Was sind Prinzipien und Werte unserer Zusammenarbeit? Woran werden wir erkennen, dass der Umbau eines Prozesses erfolgreich war? Diese Fragen versuchen wir mit Strategiebildern, Prinzipienplakaten, Leitbild-Templates und Visionsbildern auf den Punkt bringen.

Makro-Ebene: Die Hubschrauberperspektive

Auf der Makro-Ebene werden der Hauptprozess und die wichtigsten unterstützenden Prozesse sichtbar gemacht.  Die Fragen sind unter anderen: Was sind die wichtigsten Phasen, Player und Ressourcen? Welche Regeln, Aufgaben und Strukturen sind nötig? Wer ist Kunde, wer Zulieferer, was sind die Werte, die der Prozess erschaffen soll? Visualisierungstechniken, um diese Fragen zu beantworten, können Prozesslandkarten oder Flowcharts sein, aber auch Themenlogos, visualisierte User Stories oder Gedankenskizzen. 

Meso- und Mikro-Ebene: Die Lupenperspektive

Hier werden die erfolgskritischen Ereignisse, Teilprozesse und Aktivitäten untersucht: Wer arbeitet wie mit wem zusammen? Bei welchen Aktivitäten finden sich Verbesserungspotenziale? Wo liegen kritische Mensch-Maschine-Schnittstellen? Was lässt sich automatisieren, was nicht? Was funktioniert gut und welche Fehler, Verzögerungen oder Verschwendungen von Ressourcen werden sichtbar? Diese Fragen bearbeiten wir mit Prozesscomics und SIPOC-(Supplier-Input-Process-Output-Customer)Flowcharts.

Kreativität, Spaß und Freude am Zeichnen sollen auch bei diesen anspruchsvollen Herausforderungen nicht zu kurz kommen. Deshalb wird es auch bei diesem Trainingslabor wieder Inputs zu Visualisierungstechniken (z. B. Emotions-Figuren, Quick&Dirty-Technik, Visual Storytelling, Plakatlayouts) geben. Und wir werden gemeinsam das visuelle Vokabular für eine zeichnerische Prozess-Sprache erweitern und ergänzen.

Am zweiten Tag werden wir die Möglichkeit bekommen, von den Mit-Laboranten mitgebrachte Prozessbeispiele gemeinsam visuell zu bearbeiten.

Wann dieses Trainingslabor das Richtige für Sie ist

  • Sie sind Prozessberater, agiler Coach oder in irgend einer anderen Rolle im Bereich Prozessanalyse, -gestaltung und -optimierung tätig und zeichnerischem wie partizipativem Arbeiten gegenüber aufgeschlossen.
  • Sie sind Teil der bikablo®-Alumni-Community, haben Interesse am Thema Arbeitsabläufe und möchten ihre zeichnerischen Fähigkeiten weiterentwickeln.
  • Sie sind beides und haben auf dem Schreibtisch das Fallbeispiel eines verzwickten Prozesses liegen, das Sie gerne gemeinsam mit einer interdisziplinären Gruppe bearbeiten möchten.

Wir bieten diese Veranstaltung zum vergünstigten Labor-Preis an. Wir wünschen uns Teilnehmende, die dafür kreativ und ergebnisoffen im Erkundungsmodus mit uns zusammenarbeiten wollen – und uns zum Abschluss ein konstruktiv-kritisches Feedback geben, das uns hilft, Methoden, visuelle Vokabeln und Vorgehensweisen zu verbessern.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Preis: Spezialpreis EUR 440 inkl. Raum- und Materialkosten und Pausenverpflegung, ohne Mittagessen, zzgl. gesetzliche MwSt.

Ort: Seminarzentrum www.tor28.de, 5 Gehminuten vom Kölner Hauptbahnhof

Trainer: Martin Haussmann, Trainer und Geschäftsführer der bikablo® akademie und Frank Wesseler, lean six-sigma master blackbelt, Trainer der bikablo® akademie, und head of global licence training.

Gruppe: maximal 16 Teilnehmer

Zeiten: 1. Tag: 11.00 – 18.00 Uhr, 2. Tag: 9.00 – 16.30 Uhr

Nutzungsrechte: Trainingskonzept, Methodik und Inhalte unterliegen dem Urheberrecht.

Anmeldung: Online, einfach und bequem über unseren Ticketing-Partner XingEvents. Bezahlen können Sie mit Kreditkarte, Lastschrift, Rechnung, Vorauskasse oder PayPal.

Beratung: kontaktieren Sie uns bitte unter info@bikablo.com oder telefonisch unter +49 (0) 22 1 – 98 93 68 64

Unsere AGB finden Sie hier.

häufige Fragen

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